Hochsensibilität, HSP Probleme

Hochsensibilität: Wenn Geräusche zur Qual werden

Vor etwa drei Wochen hat mich mein Nachbar geradezu gequält. Es fanden in der Wohnung unter mir Renovierungsarbeiten statt und das permanente Hämmern, Bohren und Sägen brachte mich beinahe um den Verstand. Es war nicht einfach nur laut, nein, es verursachte bei mir körperliche Schmerzen und Übelkeit. Konzentrieren konnte ich mich natürlich überhaupt nicht mehr und ich fühlte mich den ganzen Tag gestresst, müde, ausgelaugt. Erst am Abend, als die Handwerker Feierabend machten, konnte ich wieder durchatmen. Doch ich war erschöpft und kaum mehr fähig, meinen üblichen Aktivitäten nachzugehen.

Lärmempfindlichkeit ist ein häufiges Symptom der Hochsensibilität. Allerdings gibt es unterschiedliche Ausprägungen und auch viele HSP (hochsensible Personen), die überhaupt nicht geräuschempfindlich sind.

Hochsensibilität: Wenn Geräusche zur Qual werden. Mimi Gaisser. still & sensibel

Wenn Uhrticken zur Folter wird

Manche Hochsensible empfinden bereits leise Geräusche, die von ihren Mitmenschen kaum oder gar nicht wahrgenommen werden, als störend und anstrengend. Das Ticken der Wanduhr, Verkehrsrauschen oder surrende Elektrogeräte können diese Menschen geradezu in den Wahnsinn treiben.

Dabei müssen diese Menschen nicht einmal bessere Ohren haben als andere. Der Grund ihrer Überempfindlichkeit liegt darin, dass sie Sinnesreize weniger filtern können als „Normalsensible“. Menschen, die nicht hochsensibel sind, nehmen in der Regel nur Sinnesreize auf, die im Moment wichtig für sie sind. Alles andere filtert das Gehirn heraus. Bei Hochsensiblen ist das nicht so. Der Filter im Kopf lässt viel mehr durch, weshalb sie Reize bewusster wahrnehmen. So kann es leicht zur Überreizung kommen.

Solch eine Überreizung kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen, z. B.

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Übelkeit
  • körperliche Schmerzen
  • Nervosität
  • Gereiztheit/Aggressivität
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Angst/Panikattacken
  • Angespanntheit
  • Herzklopfen
  • Druck in der Brust

Geräuschempfindlichkeit und die liebe Psyche

Manche Menschen reagieren nur auf bestimmte Geräusche empfindlich, z. B. das Heulen einer Sirene.

Hier liegen oft psychische Ursachen vor, d. h. der*die Betroffene verknüpft das Geräusch – mitunter auch unbewusst – mit einem belastenden oder traumatischen Erlebnis aus der Vergangenheit. In diesem Fall muss die Lärmempfindlichkeit kein Hinweis auf genetische Hochsensibilität sein. Auch „Normalsensible“ können diese Symptome entwickeln.

Diese Geräuschempfindlichkeit kann mithilfe einer Therapie gut behandelt werden.

Photo by Ketut Subiyanto on Pexels.com

Ich fürchtete mich vor Luftballons

Bei mir persönlich kommt es auf die Lautstärke und Art des Geräusches an. Leise Geräusche kann ich meist gut filtern, aber je lauter ein Geräusch ist, desto schwerer ist es für mich zu ertragen. Ganz schlimm sind auch plötzliche laute Geräusche, wie z. B. knallende Feuerwerkskörper oder eine schrille Türklingel.

Als Kind hatte ich panische Angst vor Luftballons. Lange Zeit konnten weder meine Eltern noch ich diese Phobie erklären. Andere Kinder liebten Luftballons und hatten Spaß dabei, sie platzen zu lassen. Ich hingegen verkroch mich und hielt mir die Ohren zu, aus Angst vor dem Knall.


Meine ganz persönliche Hölle war, als ich als Grundschülerin zu einer Luftballon-Party eingeladen wurde. Ich wollte die Gastgeberinnen nicht verärgern und bin hingegangen, habe mich meiner Angst gestellt. Es war ein sehr, sehr harter Nachmittag für mich und ich glaube, ich habe noch nie auf einem Kindergeburtstag so viele Ängste ausgestanden. Ich war am Abend völlig erschöpft und konnte es gar nicht erwarten, mich in meinem Zimmer zu verschanzen und einfach nur durchzuatmen – und zwar ohne befürchten zu müssen, dass es gleich irgendwo knallt.

Heute weiß ich: Ich bin einfach sehr sensibel gegenüber lauter und plötzlicher Geräusche wie

  • platzende Luftballons
  • Böller
  • Kirchenglocken
  • Sirenen
  • Türklingeln
  • Wecker/Timer
  • Telefonklingeltöne
  • Alarmanlagen
  • Baulärm
  • Verkehr/Hupen
  • laute Musik
  • Gelächter
  • Stimmen
  • Tiergeräusche (z. B. Hundebellen)

Lärm macht mich aggressiv

Ich weiß, diese Geräusche sind vielen Menschen unangenehm, aber bei mir verursachen sie körperliche Symptome wie Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen und einen Druck in der Brust. Ich empfinde extremen Stress und bin gereizt, manchmal sogar aggressiv (obwohl ich sonst eine sehr angenehme, friedliche Zeitgenossin bin).

Zudem bin ich sehr schreckhaft. Selbst wenn ich weiß, dass gleich ein lautes Geräusch ertönt, bleibt mir jedes Mal fast das Herz stehen.

Ich glaube, das ist einer der wichtigsten Gründe, warum ich ein Nachtmensch bin. Die nächtliche Ruhe hilft mir, mich besser konzentrieren zu können. Um ganz ehrlich zu sein, ist es gerade, wenn ich diese Zeilen schreibe, weit nach Mitternacht. Um diese Uhrzeit muss ich mich weder davor fürchten, dass jemand an der Tür klingelt noch anruft. Die Straße vor meinem Haus ist nur noch spärlich befahren. Lediglich das Rumpeln von Güterzügen in der Ferne ist von Zeit zu Zeit zu hören.

Keine Konzentration bei laufendem Radio

Ein weiteres Merkmal für meine Geräuschempfindlichkeit, ist, dass ich mich nicht mit jemandem unterhalten kann, während das Radio oder der Fernseher läuft. Es fällt mir furchtbar schwer, mich unter diesen Umständen auf ein Gespräch zu konzentrieren. Dabei müssen die Geräusche gar nicht besonders laut sein.

Auch Gespräche von anderen Menschen, z. B. am Nebentisch im Restaurant, wirken extrem ablenkend auf mich.

Was hingegen super für mich funktioniert, ist, bei (leise) laufendem Radio einzuschlafen. Ich baue dann zwar oft die Stimmen und Musik in meine Träume ein, aber ich schlafe mit Radio meist schneller ein als bei absoluter Stille. Vermutlich, weil es mir hilft, meinen Kopf auszuschalten und mich zu entspannen. Das ist aber ein Thema für einen anderen Blogpost …

Photo by Burst on Pexels.com

Laute Musik als Rauschmittel

Laute Musik, wie z. B. in Konzerten oder auch im Kino, ist schwer für mich zu ertragen. Ich höre die Musik nicht nur, ich spüre sie in meinem Inneren. Es ist, als würde mein Herzschlag anschwellen, sich dem Schlagzeug oder Bass anpassen und mein ganzes Inneres beben. Das ist erst einmal unangenehm, aber durch die Überreizung gerate ich in eine Art Rauschzustand.

Als Teenager habe ich dieses Mittel regelmäßig genutzt. Anstatt mir Mut anzutrinken, wie Gleichaltrige das oft taten, habe ich mir Mut „angehört“. Dabei waren die Texte völlig egal, Hauptsache die Musik putschte mich auf. Vielfach kamen damals Linkin Park und Rammstein zum Einsatz.

Mit 14 war ich wegen psychischer Probleme zum ersten Mal in Therapie und meine Therapeutin fragte mich, welche Aktivitäten mir ein gutes Gefühl geben. Ich überlegte kurz und führte dann das Musikhören an. Meine Therapeutin lächelte und meinte, dass das ja etwas Passives sei und keine Aktivität. Ich war im ersten Moment völlig perplex. Musikhören hatte ich nie als etwas Passives betrachtet. Wenn ich meine Stereoanlage aufdrehte, stand mein ganzer Körper unter Spannung und wurde von Glückshormonen geflutet. Selten fühlte ich mich so stark, aufgeputscht und lebendig wie in diesen Momenten. Da ich aber nicht wusste, wie ich das meiner Therapeutin erklären sollte, ließ ich es dabei bewenden und nannte andere Tätigkeiten, die aber nicht einmal ansatzweise an den Rausch herankamen, den laute Musik in mir auslöste.

Hilfe bei Geräuschempfindlichkeit

Doch was kann ich denn nun ganz gezielt gegen die Lärmempfindlichkeit tun?

Die naheliegendste Lösung ist natürlich, einen Gehörschutz zu tragen, wie z. B. Ohrstöpsel. Auch Kopfhörer mit Musik in angenehmer Lautstärke können helfen, „aggressivere“ Geräusche zu übertönen. Das hat mir z. B. geholfen, als ich den Baulärm nicht länger ertragen habe.

Allerdings ist das nicht immer möglich, vor allem, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist und sich mit ihnen unterhalten möchte. Außerdem kann es dazu führen, dass du zukünftig noch sensibler auf Geräusche reagierst.

Tatsächlich ist es hilfreich, sich langsam an bestimmte Geräusche zu gewöhnen, indem man sich ihnen bewusst aussetzt. Quasi als „Konfrontationstherapie“. Zwei Dinge sind hier essenziell zu beachten:

  1. Gewöhne dich wirklich LANGSAM daran. Es geht nicht darum, dich einer völligen Überreizung auszusetzen. Hier ein Beispiel: Laute Knallgeräusche wie die von Feuerwerk sind nur schwer für dich zu ertragen, weshalb du an Silvester grundsätzlich Ohrenstöpsel trägst. In diesem Fall könntest du das Feuerwerk zunächst von drinnen bei geschlossenen Fenstern betrachten (aber ohne Gehörschutz). Wenn du dich daran gewöhnt hast, könntest du das Fenster öffnen und dich so aus der Distanz den Geräuschen aussetzen. Klappt auch das gut, kannst du nach draußen gehen und dich unter die Feiernden mischen. Wichtig ist: Gib dir Zeit! Überstürze nichts und setze dich nicht unter Druck. Mein Tipp: Du musst da nicht allein durchgehen. Weihe ein Familienmitglied, deine*n Partner*in oder eine*n Freund*in ein, der*die dich bei der Übung begleitet. Das hat zwei positive Nebeneffekte: Erstens motiviert es dich zusätzlich, die Konfrontation auch wirklich durchzuziehen und zweitens hast du jemanden, der dich unterstützt und so eventuell deine Angst lindert.
  2. Wenn du den Verdacht hast, dass deine Geräuschempfindlichkeit psychische Ursachen wie ein Trauma oder körperliche Erkrankungen wie Tinnitus als Ursache hat, solltest du grundsätzlich eine*n Facharzt*in zurate ziehen und nicht versuchen, dich selbst zu therapieren. Denn das könnte nach hinten losgehen.

Mir persönlich hat langsame Konfrontation geholfen, mit Verkehrslärm umzugehen. Ich arbeite zwar am liebsten nachts, aber ich kann mich mittlerweile tagsüber auf meinen Balkon setzen und lesen, obwohl ich an einer viel befahrenen Straße wohne, Bahngleise in der Nähe sind und mein Ort sich in der Einflugschneise eines großen Flughafens befindet. Ja, ich weiß, das ist nicht gerade die ideale Umgebung für eine HSP und am Anfang hat mir das auch einiges abverlangt. Doch mittlerweile sind mir die Geräusche vertraut und stören mich nicht mehr allzu sehr.

Schlussgedanken

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass Lärmempfindlichkeit nur ein mögliches Merkmal der Hochsensibilität ist. Es gibt viele Hochsensible, die nicht davon betroffen sind, dafür aber z. B. Stimmungen von anderen Menschen oder die eigenen Gefühle sensibler wahrnehmen. Hochsensibilität ist vielseitig und kann sich ganz unterschiedlich zeigen.

Wichtig ist, dass du dir bewusst machst, dass Hochsensibilität keine Schwäche, sondern eine Begabung ist. Manche betrachten Hochsensibilität sogar als eine Form der Hochbegabung.

Leidest du auch unter Geräuschempfindlichkeit? Wenn ja, welche Geräusche sind für dich besonders unangenehm und hast du Strategien, wie du mit Lärm umgehst?

Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich freue mich sehr über dein Feedback.

Alles Liebe,
deine Mimi


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11 Gedanken zu „Hochsensibilität: Wenn Geräusche zur Qual werden“

  1. Sehr spannender Artikel.
    Das Luftballon Problem kenne ich. ich kann keinen Luftballon zum platzen bringen. Da sträubt sich jeder Faser meines Körpers dagegen.
    Wenn ich mit meinem Freund abends Fernsehen schaue muss ich die Lautstärke bestimmen. Wenn es einen Tick zu laut ist werde ich Ultra nervös und muss die Lautstärke runter regeln. Auch wenn es nur ein Tick leiser ist.
    Straßenlärm stört mich nicht so. So lange die Geräusche regelmäßig sind.
    Viele Grüße
    Achim

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Achim,

      vielen Dank! 🙂 Das freut mich, dass du dich von diesem Thema auch angesprochen fühlst.

      Hehe, ja das mit dem Luftballon kann ich gut verstehen. Ich kann das auch nicht und wenn ich Kinder mit Luftballons spielen sehe, verfalle ich in den Fluchtmodus. Auch das mit der Lautstärke beim Fernsehen (oder in meinem Fall auch Radio) kommt mir bekannt vor. 🙂

      Ich lebe an einer Hauptverkehrsstraße, da gewöhnt man sich an den Straßenlärm – genau, solange die Geräusche regelmäßig sind, ist alles gut. Nur das Martinshorn oder laut knatternde Motorräder mag ich nicht. Vor allem Ersteres kommt aber auch so gut wie täglich vor. 😦

      Herzliche Grüße
      Mimi

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  2. Wieder was gelernt… Ich dachte ja, dass das Knallen von Luftballons für alle unangenehm wäre und dass es nur anderen Leuten irgendwie einen „Kick“ gibt, wie eine Mutprobe, einen Luftballon zum Platzen zu bringen. Aber dass es anderen vielleicht gar nicht so weh tut, habe ich irgendwie gar nicht in Betracht gezogen. (Bei uns im Haus wurden nie mutwillig Ballons zum Platzen gebracht, weil wir das alle schlimm fanden.)

    Was ich von mir kenne, ist, dass so Hintergrundgeräusche mich aggressiv machen, ohne dass ich merke, warum. Also, wenn z. B. eine Lüftung recht laut ist oder jemand (auch in einiger Entfernung) lange den Rasen mäht oder sowas. Dann kriege ich richtig schlechte Laune und merke oft erst, was los ist, wenn das Geräusch dann wieder weg ist.

    Das „Aufputschen“ durch laute Musik kenne ich auch, obwohl ich sonst z. B. ein Nebengeräusch durch Radio oder die Gespräche am Nebentisch mag. Cafés, in denen die Musik nicht zu laut ist und mich so ein warmes Stimmengemurmel umgibt, sind eine meiner liebsten Geräuschkulissen.

    Und noch zum Thema, dass HSP sich auch anders äußern kann: Ich bin super sensibel für künstliche Gerüche. Also, wenn ich z. B. Sprühdeo benutze, muss ich dabei die Luft anhalten, weil es so unangenehm in Nase und Hals ist.

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Iris,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mich riesig darüber gefreut.

      Ich habe als Kind nie verstanden, warum die anderen Kinder es toll finden, Luftballons zum Platzen zu bringen. Das mit dem „Kick“ ist wirklich eine interessante Erklärung. Vielleicht ist da wirklich etwas dran. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass Nicht-HSP das laute Knallen nicht so unangenehm finden.

      Hihi witzig, gerade das Geräusch von Rasenmähern mag ich total gerne, weil ich es mit dem Sommer und dem Geruch von frisch gemähtem Gras verbinde. Das habe ich als Kind beides geliebt, zumal im Sommer ja auch Ferien waren. Und irgendwie wird dieses gute Gefühl noch immer ausgelöst, wenn ich Rasenmäher höre. 😀 Dafür mag ich Gespräche am Nebentisch nicht so gerne, denn Stimmen lenken mich oft ab. Das gilt auch für laufende Radios oder Fernsehgeräte. Echt spannend, wie unterschiedlich eine Geräuschempfindlichkeit ausgeprägt sein kann, oder? 🙂

      Deine Empfindlichkeit gegenüber künstlichen Gerüchen finde ich übrigens auch interessant. Bei natürlichen Gerüchen ist das nicht so? Also z. B. starker Knoblauchgeruch, ein Misthaufen, gemähtes Gras, usw.? Und wie ist es mit Abgasen und dergleichen? Ich frage, weil mein Freund z. B. auch sehr geruchsempfindlich ist. Wenn ich neben einem Misthaufen stehe, macht mir der Gestank überhaupt nichts aus, während mein Freund sofort grün im Gesicht wird. Ich bekomme höchstens in einer Parfümerie leichte Kopfschmerzen, aber da ist mein Freund bereits völlig überreizt.

      Ganz liebe Grüße
      Mimi

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  3. Hallo Mimi,

    jetzt komme ich endlich zum Antworten. Und ja, natürlich Gerüche sind für mich meistens ok, egal ob Knobi oder Kuhstall. Aber Parfümerie ist meine absolute Hass-Abteilung. Putzen ist wegen der Gerüche der Reiniger schwierig (wobei ich mittlerweile weiß, mit welchen ich klarkomme) und Deo etc. mag ich in der Nase so gar nicht. Seifen finde ich manchmal angenehm, je nachdem. Duftkerzen eher nicht so. Also, wie so oft, ein konsistentes Muster, das man anderen erklären könnte, gibt es eher nicht. 😉

    Liebe Grüße
    Iris

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Iris,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

      Das ist wirklich total interessant, dass als „unangenehm“ geltende natürliche Gerüche dir nicht so viel ausmachen, als teilweise „angenehm“ geltende künstliche Gerüche wie Deo oder Duftkerzen. Und natürlich unterscheidet es sich auch hier, manche Gerüche machen dir mehr aus, manche weniger – das ist echt spannend. 🙂 Klar, wir sind Menschen und keine Maschinen, deshalb kann man oft kein konsistentes Muster in solchen Dingen erkennen. Bei mir ist das mit Geräuschen ja auch so, manche Geräusche treiben mich in den Wahnsinn, während andere Geräusche, die mindestens genauso laut sind, angenehm auf mich wirken.
      Ich frage mich, inwiefern unsere Erinnerungen da mit reinspielen, die wir mit den Gerüchen/Geräuschen verbinden. 🤔

      Liebe Grüße
      Mimi

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  4. Ich fand den Artikel auch interessant zu lesen. Ich habe schon ein paar Jahre Probleme mit Lärmempfindlichkeit. Mein „Hauptproblem“ ist Lärm von Nachbarn. Es treibt mich wirklich in den Wahnsinn. Trampeln, laute Stimmen, Baby Krabbeln etc… Ich werde sogar wach wenn mein Nachbar nachts aufsteht um zur Arbeit zu gehen. Leute die zu Besuch sind nehmen diese Geräusche überhaupt nicht war und ich fühle mich schon manchmal wie ein Alien. Licht- und Geruchsempfindlich bin ich auch sehr aber damit kann ich leben. Ich gehe auch bereits zum Therapeuten aber ob das langfristig hilft bezweifele ich irgendwie. Umzug hat auch nichts gebracht. Es wurde eher schlimmer. Wahrscheinlich helfen wirklich nur Kopfhörer und Ohrenstöpsel. Mir ist es unbegreiflich, wie ich das als Begabung und nicht als Krankheit sehen soll. :((

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    1. Hallo Illona,

      vielen Dank für deinen Kommentar, ich habe mich sehr darüber gefreut.

      Dein Leidensdruck scheint wirklich immens zu sein, wenn du deshalb sogar umziehen und eine Therapie machen musstest. Das tut mir sehr leid. Natürlich kann Lärmempfindlichkeit auch andere Ursachen als Hochsensibilität haben, aber ich denke, das hast du sicher bereits mit deinem Therapeuten abgeklärt, oder?

      Ja, wenn die Lärmempfindlichkeit so extrem ausgeprägt ist, fällt es schwer, es als Begabung und nicht als Krankheit zu betrachten. Das kann ich nachvollziehen. 😦

      Ganz liebe Grüße
      Mim

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